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Videoanalyse

Mithilfe der Videoanalyse ist die Bewältigung komplexer Videoüberwachungsanlagen überhaupt erst kostengünstig möglich. Um die Vielzahl an Videosignalen zuverlässig auszuwerten, wäre eine enorm hohe Anzahl an Fachpersonal nötig, die für ein Unternehmen finanziell selten tragbar wäre. Durch die Videoanalyse wird diese Auswertung zum größten Teil automatisiert und eine grobe Vorselektion vorgenommen.

Die Videoanalyse lässt sich kostengünstig ins DiViCro integrieren und bietet dadurch zusätzliche Möglichkeiten das Videomanagementsystem zu verbessern. Der Benutzer kann über Alarme oder Ereignisse die Videoanalyse so konfigurieren, dass die für die manuelle Auswertung interessanten Videosignale im DiViCro aufgeschaltet werden. Die Alarme und Ereignisse werden von der Videoanalyse ausgelöst, wenn beispielsweise Objekte mit festgelegten Merkmalen in einem, vom Anwender definierten Bereich eintreten. Dies ermöglicht eine höchst flexible Handhabung der Analysefunktionen, die optimal auf die Bedürfnisse des Kunden abgestimmt werden können.

Desweiteren ist über das Videomanagementsystem eine Recherche im aufgezeichneten Material möglich. Das Auftreten von benutzerdefinierten Ereignissen und Alarmen wird in einer Datenbank gespeichert. Dem Kunden wird es ermöglicht Anfragen an diese Datenbank zu formulieren. Dadurch wird eine zeiteffiziente und benutzerfreundliche Auswertung von aufgezeichnetem Material geboten und das ist besonders im Sicherheitsbereich von elementarer Bedeutung.

Schutz der Privatsphäre

Bei der Videoüberwachung in öffentlichen und nichtöffentlichen Bereichen kann aus rechtlichen oder politischen Gründen die Notwendigkeit bestehen, dem Personal an den Videoleitständen die Identität der überwachten Personen zu verbergen. Im Gegensatz dazu steht jedoch die Aufgabe, jederzeit einen vollständigen und ungehinderten Einblick in die überwachten Zonen zu gewährleisten.

Eine Lösung für dieses Problem bietet ein neuartiger Algorithmus in den Schille Videomanagementsystemen. Dieser erreicht durch eine Analyse der Bildinhalte eine Verschlüsselung der nicht zum Hintergrund gehörenden Objekte, stellt diese jedoch noch detailiert genug für eine Überwachung dar. Die Entschlüsselung und somit Identifizierung kann nur von Bedienern mit gesonderten Benutzerrechten erfolgen. Die Funktion ist für jede Videoquelle individuell einstellbar und als Standard in allen Versionen vorhanden.

Sabotageüberwachung von Videoquellen

Insbesondere bei Anlagen mit vielen Videoquellen besteht das Problem, regelmäßig den Zustand der Kameras und Bildinhalte zu überprüfen. Verschmutzungen, Signalausfälle, Vandalismus oder vorsätzliche Manipulationen zur Vorbereitung von Straftaten sind daher bei umfangreichen Videoanlagen nur schwer zu erkennen. Die Videomanagementsysteme der Schille Informatonssysteme bieten daher eine Anzahl von Sensorsystemen zur automatischen und manuellen Zustandsüberwachung der Videobilder. Neben der Ausfallüberwachung stehen dabei Analysen für die Blendung und Abdeckung von Kameras sowie eine Sabotageüberwachung mit Referenzbildvergleich und manuelle Nachkontrolle zur Verfügung.

Die Sabotageüberwachung ist konform zu den Anforderungen der Geldinstitute für eine zyklische Revision und wird u.a. bei der Commerzbank in Frankfurt für die zentrale Überwachung der digitalen Videosysteme in den Filialen eingesetzt.

Für den Einsatz in der Filialüberwachung steht eine spezielle Serverversion zur Verfügung, die bis zu 400 Videoquellen gleichzeitig verwaltet und den Leitständen zur Verfügung stellt.

Videoanalytik

Wir wollten das Rad nicht neu erfinden, benötigten jedoch eine leistungsfähige und kostengünstige Videoanalyse insbesondere für den Einsatz in Großprojekten. Dieses Problem führte zur Entwicklung von VIDA, der Videoanalyse für das Schille Videomanagement. Über Regeln und Verknüpfungen von Bewegungsmustern können dediziert für jeden Kanal individuelle Maßnahmen für die Ereignisreaktion bestimmt und somit selbst hunderte von Videoquellen gleichzeitig mit wenigen Bildschirmen an den Arbeitsplätzen beobachtet werden.

Die Schille Videosysteme verfügen über einen umfangreichen Satz von Bildanalysesystemen für nahezu alle Aufgaben der Überwachungstechnik. So stehen zum Beispiel für Hochleistungsanwendungen optimierte Systeme für den Einsatz mit Wärmebildkameras bereit, die insbesondere in der Dunkelheit höchste Erkennungsraten mit großen Erfassungsbereichen kombinieren.

Erweiterte Funktionen der Videoanzeigen

Innerhalb der Videoanzeigen stehen eine Reihe von Zusatzfunktionen bereit, die individuell für jede Videoquelle genutzt werden können.

Bei Schwenk-/Neigekameras sind über das PTZ-Overlay die Kamerapositionen dynamisch anzufahren. Je nach Kameratyp stehen weiterhin eine digitale oder seitens der Kamera verwaltete Zoom-Funktion zur Verfügung, die auch ein fließendes Verschieben des Ausschnitts ermöglicht.

Während der Wiedergabe steht für wesentliche Videoquellen eine Smart Search Funktion bereit, die innerhalb eines gewählten Ausschnitts in den Archivdaten nach Veränderungen des Inhalts sucht.

Weiterhin kann für Videokanäle, die mit Detektionsfunktionen behandelt werden, das Ergebnis der Auswertung in Form von markierten Flächen und Vektoren dargestellt werden.

KFZ-Kennzeichenerkennung

ViCore ist ein frei parametrierbares Videoanalysesystem für die Erkennung von Text- und Zahlen-Signaturen innerhalb von Videobildern.

Ein klassischer Anwendungsfall ist die Fahrzeug- Kennzeichenerkennung. Im ersten Schritt erfolgt die Erkennung der Zeichensignatur und in einem zweiten Schritt die Schrifterkennung. Mögliche Anwendungsfälle Grafikclient Parkplatzsensor sind beispielsweise Schrankenanlagen und die Verkehrsüberwachung.

Die Analyse ist als Erweiterungsmodul für unsere Videoserver erhältlich

Parkplatzsensor

Die Ungenauigkeit konventioneller Zähleinrichtungen zur Erfassung von Parkplatzbelegungen führte zu einer Reihe von Entwicklungen, die mit einem hohen technischen Aufwand verbunden, eine zuverlässige Detektion von Parkräumen ermöglichen sollen.

Durch eine sinnvolle Anordnung der Kameras einer Videoüberwachungsanlage besteht jedoch auch die Möglichkeit, die Belegung der Parkplätze über eine Bildanalyse vorzunehmen.

Für diesen Anwendungsfall haben wir einen Sensor entwickelt, der auf Basis eines OPC-Servers eine zuverlässige Detektion mit Hilfe einer Farbspektralanalyse ermöglicht. Es wird das Farbspektrum einer freien Parkbucht (Referenz) mit dem Farbspektrum einer belegten Parkbucht verglichen. Die Differenzen im Farbspektrum werden in einer speziellen Software ausgewertet und als „besetzt“ oder „frei“ an ein übergeordnetes Managementsystem weitergeleitet, welches die primäre Aufgabe hat, die zur Verfügung gestellten Informationen zu verwalten und zu visualisieren.

Die gewonnenen Daten stehen direkt über eine Schnittstelle für die Verkehrslenkung zur Verfügung, können aber beispielsweise auch in das Energiemanagement der Parkflächen einfließen.