Um die Überwachung großer Areale und die Inventarisierung der Systeme zu vereinfachen, können alle Komponenten des Schille Videomanagements mit GEO-Daten versehen werden. Diese werden als geographische Koordinaten in Längen- und Breitengraden bei der Einrichtung der Anlagen angegeben und stehen daraufhin über die Systemschnittstellen wie etwa OPC oder dem SiLink-Protokoll zur Verfügung. Als Ergänzung können die GEO-Daten durch externe Programme wie etwa Geografische Informationssysteme (GIS) online ausgewertet und durch Kartendarstellungen ergänzt werden. Schille Informationsysteme liefert hierzu auch einen kostenlosen Google Maps Client, der die Positionen der Videoquellen in den Karten und Satellitenbilder darstellt. Der Client zeigt interaktiv das geografische Umfeld der gewählten Videoquelle und kann auch zur Auswahl einer Aufschaltung genutzt werden.
Das Sprichwort Vier Augen sehen mehr als Zwei erweitert sich in der Überwachungstechnik zu einem Vier Augen dürfen mehr als Zwei. Das sogenannte Vier Augen Prinzip stellt hierbei sicher, dass wichtige Aufgaben nicht nur von einer Person durchgeführt werden können. In den Schille Videomanagementsystemen kann daher für nahezu jede Aufgabe eine gesonderte Legimitation durch die Anmeldung einer zweiten berechtigten Person angefordert werden. Die Verwaltung erfolgt auf einfachste Weise über die Gruppenrichtlinien im Benutzermanagement. So kann beispielsweise die Wiedergabe von Videodaten nur erfolgen, wenn neben dem Bediener eine dazu ermächtigte Person am Arbeitsplatz gleichzeitig angemeldet ist. Insgesamt sind über 30 Benutzerfunktionen individuell mit dem 4 Augen Prinzip zu versehen.
Insbesondere für den Einsatz
in hochverfügbaren Videoüberwachungssystemen
steht
als Standardfunktion unserer
Videosysteme der automatische
Backup-Betrieb bereit.
Für jede Server-Verbindung
kann dabei eine Ersatzquelle
angegeben werden, auf die
automatisch und nahezu ohne
Unterbrechung des Videostroms
seitens des Clients
umgeschaltet wird. Darüber
hinaus können Videoquellen
auch direkt und ergänzend
zu den Videoservern mit den
Arbeitsplätzen verbunden
werden um somit auch bei
Ausfall der gesamten Server-
Infrastruktur eine Überwachung
zu gewährleisten.
Die Load Balancing Funktion
ist eine Erweiterung des
Backup-Betriebs und ermöglicht
eine gleichmäßige Verteilung
der Server Ressourcen.
Dabei wird vor der Anforderung
eines Videostromes
durch einen Client die
Auslastung der Server geprüft
und der weniger ausgelasteten
Server gewählt.
Auch diese Option ist eine
Standardfunktion unserer
Videosysteme.
Für die Videoserver können die unterschiedlichsten Speichersysteme konfiguriert werden. Je nach Anforderungen sind lokale Festplatten oder externe Speichersysteme wie etwa SAN und NAS Laufwerke individuell den Videoquellen zuweisbar.
Für höchste Anforderungen an die Sicherheit und Performance der Speicherung haben wir, gemeinsam mit einem Hardwarelieferanten ein Festplattensystem auf RAID Level 1 Basis entwickelt, das eine parallele Aufzeichnung von Videodaten auf zwei Festplatten bietet, die während des Betriebs einzeln entnommen bzw. getauscht werden können. Dieses als Hot-Swap bezeichnete Prinzip bietet in unserer Lösung eine unterbrechungsfreie und hoch verfügbare Archivierung der Videodaten.
Die entnommenen Festplatten enthalten fest zugeordnete Videokanäle mit Standard- Videodaten und können über einen externen Festplattenrahmen ausgewertet werden.
Das Simple Network Management Protocol (SNMP) ist das Standard Protokoll der IT-Welt zur Überwachung aller Komponenten einer IT-Infrastruktur. Über eine optionale Erweiterung, einem sogenannten SNMP-Agent können die Server und Arbeitsplätze unserer Videosysteme in dieses Überwachungsnetzwerk integriert werden.
Neben der Statusüberwachung aller Videoquellen stehen für bestimmte Hardware- Plattformen auch Informationen über den Zustand der CPUs, der Festplatten und anderer für den Betrieb notwendiger Komponenten zur Verfügung.
Die Schnittstelle bietet neben dem Lesen von Daten auch die Erzeugung von Meldungen beim Erreichen von Grenzwerten an, die als SNMP-Traps an beliebige Zielrechner gesendet werden können.
Die komplexen Aufgaben des Managements erfordern eine Vielzahl von Funktionalitäten, die mit fest definierten Prozessen innerhalb der Software selten abgedeckt werden können.
Zu diesen Zweck steht eine umfangreiche Scriptsprache in unserem Videomanagement bereit, mit deren Unterstützung praktisch jede erdenkliche Aufgabe in einem kundenspezifischen Projekt zu lösen ist. Die Befehle dieser Sprache bieten einen Zugriff auf alle Stati und Kommandos der Videoquellen, der Schnittstellen sowie der Bedieneroberfläche.
Darüber hinaus besteht über das Script auch ein transparenter Zugriff auf alle Daten der OPC-Schnittstelle und des EMail-Versands.
Selbst umfangreiche Abfolgen von Befehlen sind manuell oder ereignisgesteuert über das Script auszuführen. Die Abarbeitung der Kommandos erfolgt selbst bei längeren Befehlsketten verzögerungsfrei und nahezu in Echtzeit unmittelbar nach dem auslösenden Ereignis.
Die Sprache selbst ist aus einfachsten Befehlen aufgebaut und kann selbst von Nicht-IT-Fachleuten leicht erlernt und angewendet werden.
Für die Recherche in den archivierten Videodaten steht in unseren Videomanagementsystemen eine synchrone Wiedergabe von bis zu 25 gleichzeitigen Quellen zur Verfügung.
Mit Hilfe dieser Funktion ist es möglich, über einen Referenzkanal die Wiedergabefunktion der synchronisierten Quellen zeitgenau zu steuern. Die Wiedergabe kann sowohl auf Daten unserer Videoserver als auch auf externe Aufzeichnungen von digitalen Videorekordern zurückgreifen.
Die synchrone Wiedergabe erleichtert beispielsweise die Verfolgung von Personen und Fahrzeugen über Kameragrenzen hinweg und ist ein ideales Werkzeug in Kombination mit dem Abruf gespeicherten Informationen wie etwa KFZ-Kennzeichen, Barcodes oder Kassendaten.
Die Vielzahl von Formaten und Technologien in der digitalen Videotechnik macht es nahezu unmöglich, für jede individuell exportierte Videosequenz eine Wiedergabesoftware bereitzuhalten. Gerade in öffentlichen Einrichtung stehen oftmals Rechner zur Verfügung, die nicht auf den Einsatz mit den modernen Komprimierungsverfahren vorbereitet sind.
Zu diesem Zweck exportieren unsere Videosysteme über alle Schnittstellen hinweg die Sequenzen in der maximal möglichen Qualität und in einem Standardformat, das auf nahezu jedem Rechner direkt ohne Einsatz einer gesonderten Applikation abspielbar ist. Dabei werden selbst proprietäre Aufzeichnungsformate von Fremdherstellern zuverlässig und verlustfrei konvertiert.
Die grafische Darstellung über Grundrisse erleichtert dem Bediener die Orientierung innerhalb einer umfangreichen Videoüberwachungsanlage. Für diesen Zweck steht der interne Grafikclient zur Verfügung, der über ein gesondertes Fenster eine Darstellung von Bildern und Grafiken in Kombination mit den Komponenten des Videosystems ermöglicht.
Über eine Importschnittstelle können sowohl AutoCAD™- und DXF-Zeichnungen als auch Bilder in den Grafikclient integriert werden.
Die Bedienung und Zustandsanzeige der Videosysteme erfolgt über grafische Elemente, die in einer Symbolbibliothek zur Verfügung stehen und auch selbst definiert werden können.
Der Grafikclient kann als gesondertes Fenster oder als Bestandteil eines Presets an den Arbeitsplätzen definiert werden. Über getrennte Fensterbereiche besteht die Möglichkeit, gleichzeitig zwei Grafiken anzuzeigen, um beispielsweise einen Menuund einen Gebäudeplan zu verbinden. Die Bereiche sind Zoom-fähig und können automatisch auf die momentan gewählte Videoquelle positioniert werden.
Selbst die modernsten Festplatten bieten nur eine begrenzte Lebensdauer und müssen, je nach Beanspruchung, innerhalb von 3 bis 5 Jahren ausgetauscht werden.
Heutige Speichersysteme
bieten mit der SMARTSchnittstelle
hier eine Möglichkeit,
über bestimmte
Kenngrößen der Festplatten
die Ausfallwahrscheinlichkeit
zu erkennen. Unsere Videosysteme
bieten einen Zugriff
auf diese Werte und können
somit vor einem Ausfall rechtzeitig
die Anwender informieren.
