Jedes Schille Videosystem kann auf den Microsoft Windows Betriebssystemen XP und Vista ausgeführt werden. Darüber hinaus sind die Videoserver für digitale Videoquellen auch auf bestimmten Linux-Plattformen mit einer Wine-Erweiterung ohne Einschränkungen der Performance ausführbar.

Der Grund für diese universelle Einsetzbarkeit unserer Produkte liegt im wesentlichen in der nahezu ausschließlichen Verwendung von eigenen Komponenten in der Softwareentwicklung. Nur so sind wir in der Lage, die hohe Qualität unserer Softwareprodukte vollständig zu kontrollieren und zeitnah auf Änderungen in den Kundenanforderungen einzugehen. Von den Eingangsschnittstellen über die digitale Videosignalaufbereitung bis hin zum WEB-Server und den OPC-Technologien können wir somit auf eine langjährige Erfahrung zurückgreifen und eventuellen Sicherheitslücken oder Fehlfunktionen in Fremdprodukten vorbeugen.
Kaum eine Branche ist mehr auf Rechnerleistung angewiesen, als die Videoindustrie. Die Verarbeitung, Analyse und Anzeige von Videoströmen stellt oftmals höchste Anforderungen an die Server und Arbeitsplätze eines Videoüberwachungssystems.
Von Anfang an wurden unsere Videosysteme für den Einsatz auf Multiprozessorsystemen entwickelt und optimiert. Diese, als Massiv-Parallel in der Softwareindustrie bezeichnete Eigenschaft passt sich zukunftssicher an die aktuelle Entwicklung der IT-Entwicklung an. Die daraus resultierende vollständig parallele Ausführung der Programmschritte führt zu einer optimalen Nutzung der Rechnerressourcen und somit zu einer schnellen und gleichförmigen Bearbeitung und Anzeige der Daten.
Lizenznehmer unserer Software erhalten mit dem Erwerb ein zeitlich unbegrenztes und kostenloses Recht auf Updates ihrer erworbenen Produkte. Die Updates schließen Fehlerbereinigungen, Funktionserweiterungen und auch Versionswechsel des verwendeten Betriebssystems mit ein. Je nach Vertriebsstruktur stehen die neuen Versionen über die Integratoren oder über unseren zentralen Server zum Download bereit.
Die Updates der Videosysteme erfolgen in der Regel monatlich, bei wichtigen Änderungen wie etwa Fehlerbereinigungen oder Inkompatibilitäten mit den Betriebssystem-Updates jedoch auch unmittelbar nach der Freigabe.
Um eine möglichst zeitnahe und problemlose Wiederinbetriebnahme unserer Lösungen zu ermöglichen, verändert die Installation unserer Produkte auf den Rechner keine Betriebssystemfunktionen. Selbst Treiberdateien werden im wesentlichen nur von den Anwendungen selbst verwaltet und nicht etwa über das Betriebssystem.
Alle Programmbestandteile werden außerdem nur innerhalb einer Pfadstruktur gehalten. Hieraus ergibt sich der Vorteil, dass eine Sicherung der gesamten Applikation, einschließlich der Konfigurationsdaten, auf einfachste Weise durch ein Kopieren des Programmpfads auf ein Sicherungsmedium erfolgt. Die zu sichernden Daten sind , abhängig vom Projektumfang, in der Regel nur etwa 100 MByte groß.
Die Wiederinbetriebnahme eines Arbeitsplatzes oder eines Servers geschieht innerhalb kürzester Zeit durch ein einfaches Zurückkopieren dieser Sicherungsdaten auf die Festplatte eines neuen Rechners. Nach dem Start der Applikation ist daraufhin das System wieder betriebsbereit.
Für die Unterstützung der Landessprachen steht eine zentrale Textdatei zur Verfügung, die von den Anwendern bzw. Integratoren unserer Anwendungen eigenständig verwaltet werden kann. In der Grundausstattung werden unsere Produkte mit deutschen und englischen Bedieneroberflächen ausgeliefert.
Die Anpassung kann auf vielfältige Weise mit Hilfe von Texteditoren oder Tabellenprogrammen erfolgen. Durch den Austausch der Texte zwischen den weltweiten Integratoren und unserem Unternehmen sind zwischenzeitlich eine Reihe von Sprachdateien entstanden, die auf Anfrage bereitgestellt werden.
ONVIF ist ein globales offenes Forum namhafter Hersteller der Videotechnik für die Entwicklung einer Standard-Schnittstelle zu Netzwerkvideoprodukten. Es wurde im Mai 2008 von den Unternehmen Axis Communications, Bosch Sicherheitssysteme und Sony Corporation gegründet. Die Schille Informationssysteme GmbH hat als weltweit erstes Unternehmen eine ONVIF-Schnittstelle als Client für den Zugriff auf digitale Videoquellen in ein Videomanagementsystem realisiert. Diese global anerkannte Schnittstelle bietet eine erhebliche Erleichterung bei der Einrichtung von großen digitalen Videoüberwachungsanlagen.
Der Client bietet die automatische Suche und das direkte Abfragen von Videoquellen sowie die ONVIF-konforme Verarbeitung der H.264 und MPEG-4 Videoströme über das RTST/RTP-Protokoll. Als Besonderheit wurde die Schnittstelle um eine Funktion zum direkten Steuern der Videoquellen über die jeweiligen Herstellerprotokolle ergänzt, um die Übergangsphase bis zu einer Etablierung der ONVIF-Initiative zu überbrücken.
Common Criteria Schutzprofil Video
Kaum eine der installierten Videoüberwachungsanlagen im öffentlichen und nichtöffentlichen Bereichen erfüllt auch nur annähernd die Anforderungen des Datenschutzes obwohl dies in den meisten Ländern gesetzlich eindeutig geregelt ist.
Eine Grundlage für die Bewertung und Prüfung der Sicherheit von IT-Komponenten bietet der Gesetzgeber mit den sogenannten Common Criteria Profilen. Für die Videoüberwachung steht mit dem Profil BSI-PP- 023 ein festgelegter Rahmen mit Anforderungen zur Verfügung, die einen umfassenden und rechtlich gesicherten Datenschutz ermöglichen.
Das Schutzprofil stellt hohe Anforderungen an die Sicherheit und Integrität der aufgezeichneten und zu exportierenden Daten, bestimmt Protokollierungen und ermöglicht die nachträgliche Löschung von Videosequenzen zur Wahrung der Persönlichkeitsrechte. Darüber hinaus sind u.a. festgelegte Benutzerprofile und die abgesicherte Umgebung der Videoanlage Bestandteil des Profils.
Durch eine optionale Erweiterung des Schille Videomanagements steht erstmals eine 100% Common Criteria konforme und zertifizierbare Videoüberwachungsanlage zur Verfügung.
Darüber hinaus bieten die erweiterten Funktionen unserer Videosysteme wie etwa der Vier-Augen-Login, die verschlüsselte Übertragung der Videosignale oder die Public Privacy Funktion eine zusätzliche Sicherheit, die insbesondere bei der Überwachung öffentlicher Bereiche zum Tragen kommt.
Die Common Criteria Konformität wird durch eine Erweiterung der Videoüberwachungsanlage um das sogenannte Control Center, eine Reihe von festgelegten Parametrierungen und die Einhaltungen der Umgebungsbedingungen gewährleistet.
