Grundlagen

Konzept, Grundaufbau und Struktur des Schille Videomanagementsystems

Strukturiert wie eine Videokreuzschiene bietet das Schille Videomanagement in der Grundausstattung 64 Eingänge und 25 Ausgänge. Der Maximalausbau beträgt 16000 Videoquellen und 2000 Monitore.

Eingänge

Jedem der Eingänge kann individuell eine IP-basierende Videoquelle zugeordnet und in der Auflösung, Qualität und Bildfrequenz eingestellt werden. Hierzu stehen über 300 direkte Schnittstellen unterschiedlichster Typen zu mehr als 70 Hersteller bereit. Je nach Produkt werden auch Funktionalitäten wie Schwenkkopfsteuerung (PTZ) und digitale Ein- und Ausgänge unterstützt. Darüberhinaus können über die ONVIF-Schnittstelle alle ONVIF-spezifizierten Videoquellen eingebunden werden.

Jeder Eingang ist mit spezifischen Funktionen wie z.B. der Bewegungserkennung (Motion Detection) ausgestattet, die eine Reihe von Folgeereignissen wie etwa eine Aufzeichnung oder Aufschaltungen vornehmen kann. Für die Aufzeichnung der Videosignale steht für jeden Kanal eine hochverfügbare und absturzresistente Bildspeicherung bereit, die auch eine individuelle Auslagerung auf frei einstellbaren Festplatten oder Datenservern bietet.

Ausgänge

Die Ausgänge sind als frei positionierbare Kamerafenster organisiert, denen die Videosignale manuell vom Bediener oder automatisiert durch Ereignisse zugeordnet werden können. Die manuelle Aufschaltung erfolgt über die Auswahl einer Kamera aus der Kameraliste oder über eine optionale grafische Oberfläche. Die automatische Aufschaltung kann durch unterschiedliche Ereignisse wie etwa Kontakteingänge, Bewegungserkennung der Videoanalyse oder über ein externes System mit Hilfe der optionalen OPC-Schnittstelle erfolgen.

Ereignissbehandlung

Die Ereignisse werden innerhalb einer Meldeliste gespeichert, die intern oder auf externen Datenbankservern bereitgestellt wird. Jede Meldung ist mit einer gesicherten Videosequenz verbunden und kann diese direkt bei Anwahl wiedergeben.

Darstellung

Für die Darstellung von Lageplänen und als Automatisierungsschnittstelle steht eine optionale Erweiterung auf Basis des PVis-Leitsystems zur Verfügung. Über AutoCAD® DWG und DXF, sowie Bildimportfilter und Symbolbibliotheken kann eine funktions- und bedienerfreundliche Benutzeroberfläche erstellt werden, wie sie bei Managementsystemen üblich ist.

Automatisierung

Über die Automatisierung können Fremdsysteme wie etwa Gefahrenmeldeanlagen, Kontakte und Gebäudeleittechnik in das Videomanagement integriert werden.